Grundlagen des Qualitätsmanagement
Im folgenden werden die Grundprinzipien des Qualitätsmanagement kurz erläutert und es wird auf weiterführende Literatur verwiesen.
Der Begriff Qualitätsmanagement
Das Thema Qualität ist bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts ein wichtiges Kriterium industrieller Produktion. Zunächst ging es in der Regel allerdings um Qualitätskontrolle im Sinne eines Aussortierens fehlerhafter Produkte und Qualitätsprüfung als auf Statistken basierendes Steuerungsinstrument der Fertigung.
Ein Ansatz, der über die reine Fertigungskontrolle hinaus geht, und das gesamte Unternehmen mit allen Bereichen einbezieht, entstand seit den 70er Jahren und wurde 1987 in den ersten internationalen Qualitätsmanagement-Normen festgelegt.
In der aktuellen Fassung der Norm DIN EN ISO 9000 ist Qualitätsmanagement definiert als:
"Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität"
Damit wird Qualitätsmanagement zum Einen als auf der Führungsebene angesiedelte zentrale Management-Aufgabe verstanden, zum Anderen zeigt die Verwendung des Begriffs "Organisation", dass Qualität nicht nur die Produktion von Gütern betrifft, sondern prinzipiell für jede Gruppe von Personen und Einrichtungen gilt, die innerhalb ihres jeweiligen Aufgabengebietes Leistungen für ein Zielpublikum, d.h. für ihre Kunden erbringen.
Aufgaben und Ziele
In der Norm DIN EN ISO 9000 "Qualitätsmanagementsysteme - Grundlagen und Begriffe" werden acht Grundsätze des Qualitätsmanagements aufgeführt:
1. Kundenorientierung
2. Führung
3. Einbeziehung der Personen
4. Prozessorientierter Ansatz
5. Systemorientierter Managementansatz
6. Ständige Verbesserung
7. Sachbezogener Ansatz zur Entscheidungsfindung
8. Lieferantenbeziehung zum gegenseitigen Nutzen
Jede Organisation hat interessierte Parteien, die jeweils bestimmte Erfordernisse und Erwartungen haben. Laut DIN EN ISO 9004 gehören hierzu:
- Kunden und Endabnehmer
- Personen in der Organisation
- Eigentümer/Investoren
- Lieferanten und Partner und
- die Gesellschaft, als die von der Organisation oder ihren
Produkten betroffene Gemeinschaft und Öffentlichkeit
Der Erfolg der Organisation hängt vom Verstehen und Zufriedenstellen der gegenwärtigen und zukünftigen Erfordernissen und Erwartungen tatsächlicher und potenzieller Kunden und Endabnehmer sowie vom Verstehen und Berücksichtigen der Erfordernisse und Erwartungen anderer interessierter Parteien ab.
Kunden verlangen Produkte und Leistungen, die ihre Erwartungen erfüllen. Insofern geht es für Unternehmen oder Organisationen, die ein Qualitätsmanagementsystem einführen wollen zunächst darum, die Anforderungen der Kunden an ihre Leistungen und Produkte zu analysieren. Anschließend werden die Prozesse, die zu einer optimalen Erfüllung der Kundenanforderungen führen, festgelegt und organisatorisch so verankert, dass sie jederzeit zuverlässig funktionieren.
Die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems spielt sich demgemäß im Wesentlichen in vier Phasen ab: Analyse der Organisationsstruktur und der Kundenanforderungen, Erarbeitung einer Zielsetzung für die Organisation, Eingreifen in die beteiligten Prozesse und schließlich Evaluation der eingeführten Maßnahmen. Ein wesentliches Grundprinzip des Qualitätsmanagements ist das der kontinuierlichen Verbesserung. Das bedeutet, dass die oben genannten Schritte im Prinzip immer wieder durchlaufen werden.
Weiterführende Literatur
Beim ersten Einstieg in das Thema Qualitätsmanagement helfen folgende Publikationen